Einbruchschutz bei der Haustür – wie geht das?

Eine gute Haustür sollte einbruchhemmend sein. Außerdem sollte sie schallschützend und wärmedämmend sein. Drüber hinaus spielt das Material, daraus sie gefertigt wird, eine wesentliche Rolle. In puncto Einbruchschutz lässt sich viel sagen. Zum einen unterscheidet man die Widerstandsklassen.

Einbruchschutz garantieren – welche Voraussetzungen muss die Haustür erfüllen?

Erstens weist der Kunststoff eine geringere Stabilität als Aluminium auf. Dies sollte bei der Wahl der Eingangstür berücksichtigt werden. Diese aus Kunststoff wird mit richtiger Sicherheitstechnik zusätzlich ausgerüstet, damit sie ihre Rolle erfüllt. Weiterhin muss man in Betracht ziehen, dass die eventuellen Glaseinsätze aus Sicherheitsglas ausgeführt werden müssen.

Glaseinsätze erhöhen bei Glastüren das Einbruchsrisiko?

Die eingebauten Sichtelemente aus Glas wirken modern und stilvoll. Sie werten gleichzeitig die Tür samt der ganzen Fassade optisch auf und geben dem Gebäude zusätzlichen Reiz. Doch dadurch kann die Wärme entweichen sowie es kann dazu beitragen, dass es einem potentiellen Einbrecher leichter fallen wird, die Tür zu überwinden und ins Innere zu gelangen.

Aus diesem Grund wählt man das zwei- bis dreifach verglaste Wärmeschutzglas, das zugleich Sicherheitsverglasung sein sollte. Zum Thema Wärmedämmglas und U-Werte lässt sich sehr viel sagen. Wärmeschutzglas ist besser als Isolierverglasung und viel besser als ein Doppelglas. Die Scheibenbeschaffenheit kann in hohem Maße dazu beitragen, dass der Einbrecher nach ein paar Minuten aufgibt.

Glaseinsätze bei Türen und Fenstern

Sicherheitsverglasung – Sicherheit für Glaseinsätze

Das Sicherheitsglas teilt man in drei diverse Ausführungen ein. Das Verbundsicherheitsglas wird, unter anderem bei Glasdächern in Wintergärten verwendet. Es ist deswegen so, da im Bruchfall die Splitter an einer Folie kleben bleiben. Es ist erforderlich beim Dachbau, wenn dieses aus Glas ausgeführt wird. Ferner unterscheidet man Einscheibensicherheitsglas und durchwurfhemmende Verglasung.

Die Sicherheitsverglasung, nehmen wir an das Verbundsicherheitsglas, besteht aus zwei oder drei Einscheiben-Sicherheitsgläser und der PVB-Folie. Die Folie befindet sich dazwischen. Sie kann auch unterschiedlich dick sein. Dank dieser Verbindung entstehen erhöhte Schlagfestigkeit und keine Scherben.

Widerstandsklassen von RC 1 bis RC 6

Die Höhe einer Widerstandsklasse kann man aufgrund einiger Faktoren bestimmen. Dazu zählen, wie viel Zeit der Einbrecher zur Verfügung hat, bzw. braucht, um die Tür zu überwinden, ferner sein Werkzeug sowie Professionalität. Den wichtigsten Aspekt macht die Zeit aus. Je länger die Versuche dauern, desto größer ist die Entdeckungswahrscheinlichkeit. Einbruchhemmende Türen und Fenster werden hinsichtlich dieser Parameter von akkreditierten Stellen geprüft.

Widerstandsklassen für Türen, Fenster, Rollladen

  • RC 1 N (wobei N nationale Sonderregelungen bezeichnet und es kein Sicherheitsglas gibt) – es ist ein Grundschutz. Angriffe mit einfachsten Werkzeugen werden bis zu 3 Minuten abgewehrt. Dabei handelt es sich um, z.B. Vandalismus und spontan agierende Gelegenheitstäter. An dieser Stelle könnte man körperliche Gewalteinwirkung wie Gegenspringen oder Hochschieben nennen.
  • RC 2 N – mit dieser Widerstandsklasse hält die Haustür Tätern mit einfachem Werkzeug wie Schraubendreher für 3 Minuten stand.
  • RC 2 – hier verwendet man zusätzlich die Sicherheitsverglasung. Es geht um Fenster sowie Glaseinsätze.
  • RC 3 – diese Widerstandsklasse entspricht erhöhtem Einbruchsrisiko. Die Eingangstür leistet Widerstand nicht kürzer als 5 Minuten. Die Täter sind mit Spezialwerkzeug ausgestattet und planen ihren Überfall.
  • RC 4 – bezieht sich auf einen sehr hohen Sicherheitsstandard. Für private Häuser wählt man diese Option eher selten. Haustür dieser Klasse hält den Einwirkungen von Säge- und Schlagwerkzeugen mindestens 10 Minuten lang stand.

RC 5 und RC 6 – die höchstmögliche Sicherheit

Die Widerstandsklasse RC 5 verwendet man kaum außer gewerblichen Objekten. Solche Bauelemente werden in Hochsicherheitsbereichen montiert. Die Tür dieser Klasse schützt vor Elektrowerkzeugen wie einer Bohrmaschine 15 Minuten lang oder länger.

RC 6 bezeichnet die höchste Widerstandsklasse. Solch eine Eingangstür ist eine Sonderanfertigung. Sie eignet sich ebenfalls für Industriegelände mit erhöhtem Einbruchsrisiko, leistet den Elektrowerkzeugen Widerstand, dies dauert aber mindestens 20 Minuten. Für private Häuser reicht ganz und gar die Klasse RC 2 aus. Es ist ein hoher Schutz. Höhere Klassen erfordern eine andere Konstruktion der Bauelemente, da das Sicherheitsglas dicker ist.

Zusätzliche Ausstattung für größere Sicherheit

Als Schutz vor Einbrechern dient nicht nur das richtige Material der Haustür samt den Glaseinsätzen, sondern ebenfalls zusätzliche Ausstattungen. Als solch ein mehr oder weniger unerlässliches Zubehör lassen sich, unter anderem Schwenkriegelschlösser, Sicherungsbolzen, Sperrbügel oder stabile Bänder nennen.

Zu den verschiedenen Verriegelungsmechanismen gehört das einfachste Standardschloss. Dabei wird ein Bolzen vom Schloss in die Schließfalle des Schließbleches, das sich in der Zarge befindet, geführt. Die Hakenverriegelung garantiert eine bessere Sicherheit. Dabei gibt es mehrere Haken, die an ein paar Stellen in die Fallen greifen. Die Tresorbolzen-Verriegelung macht die sicherste Lösung aus.

Wärmedämmung bei Haustür und Wärmedurchgangskoeffizient

Eine gute Haustür sollte auch gut isoliert werden. Der U-Wert ist hier ausschlaggebend. Er wird in W/(m²K) angegeben. Dies bedeutet, wie viel Energie pro Quadratmeter bei einem bestimmten Temperaturunterschied in Kelvin durch die Tür verloren geht. Je niedriger der Wert, desto energieeffizienter die Eingangstür. Der maximale Wert liegt dabei bei 1,8 W/(m²K). Zu berücksichtigen sind der Rahmen und das Türblatt.

Material für Haustür

 

Aus welchem Material wird die einbruchhemmende Haustür gefertigt?

Eine einbruchhemmende Haustür kann entweder aus Holz, Aluminium oder Kunststoff gefertigt werden. Das gleiche betrifft die Wärmedämmung. Das Holz ist von Natur aus wärmedämmend, da es eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist. Weiterhin spielt bei der Wahl auch der Look eine Rolle. Die Eingangstür sollte an die Hausfassade angepasst sein. In puncto Einbrüche hält das Aluminium am längsten den Einbruchsversuchen stand.

Holz könnte man mit der Axt ohne weiteres behandeln, obzwar dies ziemlich viel Lärm verursacht. Andere gute Eigenschaften von Aluminium sind, unter anderem, dass es korrosionsresistent ist. Es ist ja auch ein leichtes Metall, das jedoch gleichzeitig äußerst strapazierfähig ist. Die Alu-Haustür ist solide, pflegeleicht und weist eine lange Lebensdauer auf.

Drüber hinaus ist Aluminium gegen widrige Witterungsverhältnisse, mechanische und chemische Beschädigungen unempfindlich. Es ist formbeständig. Zudem bleicht die Farbe im Fall der Pulverlackierung nicht aus.

Eine gute Eingangstür hält die Wärme, also beispielsweise gibt es im Fall einer Kunststofftür Mehr-Kammer-Profile, die die Dämmeigenschaften verbessern. Solch eine Haustür ist schallschützend, aber vor allem einbruchshemmend. Zu diesem Zwecke entwickelte man die 6 Widerstandsklassen.

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