Treppenarten – Überblick über Konstruktionen

Treppen wurden zu allen Zeiten in herrschaftlichen Häusern und öffentlichen Gebäuden als wesentlicher Bestandteil der architektonischen Bereicherung eingesetzt um Besucher durch deren faszinierenden sowie ästhetischen Anblick zu beeindrucken. Heute hat sich dieser Trend längst auch auf gehobenen Einfamilienhäusern oder selbst Reihenhäuser übertragen.

Treppenkonstruktionen in gehobener Ästhetik

Treppenarten - Überblick über KonstruktionenTreppen werden heute in die Gesamtgestaltung des Dielenbereiches mit einbezogen. Die zu Verfügung stehenden Möglichkeiten sind von erheblicher Mannigfaltigkeit, sodass jede neue Treppe wie ein Unikat erscheint. Moderne Treppen unserer Zeit haben sich zu wahren Meisterwerken in der Architektur entwickelt und kommen nicht selten einem Kunstwerk sehr nahe. Die Bezeichnung Skulpturtreppe ist in diesem Zusammenhang ein Hinweis auf einen Treppentyp, dessen Formgebung weniger dem praktischen Nutzen, sondern insbesondere die Ästhetik und den künstlerischen Wert berücksichtigt. Hier anschließend könnte die Kragstufentreppe Platz finden, da sie durch ihre völlig freitragenden Stufen, ohne Geländer, einen faszinierenden Anblick bietet. Halt für den Benutzer bietet ein Handläufer an der Wand. Schwarze Stufen vor einer weißen Wand scheinen bei diesem Treppentyp in der Luft zu schweben.

Die Vielfalt der sogenannten normalen Treppenarten

Treppen, die in erster Linie die Überwindung des Höhenunterschiedes zwischen zwei Etagen dienen sollen, sind oft durch vorgegebene Gebäudesituationen an eine bestimmte Form gebunden. So wird, unabhängig vom verwendeten Material, zwischen Schwungtreppen, Wendeltreppen und geraden Treppen unterschieden. Alle genannten Arten beinhalten weitere unterschiedliche Varianten. Die gerade Treppe kann aus Platzgründen oder praktischen Gründen durch ein Podest unterbrochen sein. Vom Podest aus kann die Treppe dann in die Gegenrichtung weitergeführt werden. Die Wendeltreppe kann einen großen Kreis mit einem geräumigen Innendurchmesser beschreiben oder auch um einen Mittelpfeiler angeordnete Stufen aufzeigen. Hierbei wird dann auch die Bezeichnung Spindeltreppe benutzt. Spindeltreppen sind sehr platzsparend, aber nicht so sehr zum Transport sperriger Möbel geeignet. Die Schwungtreppe kann aus einem geraden und einem Teilbogen, also dem Schwung, bestehen. Sie kann auch ganz geschwungen sein, was einem Halbkreis entspräche. Weitere Unterschiede ergeben sich aus der Stufenbefestigung, die entweder freitragend oder mit Treppenwangen aufgefangen werden. Freitragend bedeutet, dass die Stufen auf einer Seite befestigt sind, meist im Mauerwerk, und auf der anderen Seite nur miteinander verschraubt sind.

Den Unterschied macht nicht zuletzt das Material

Ursprünglich wurden Treppen in Wohnhäusern vorrangig komplett aus Holz gefertigt. Ob mit oder ohne Stoßstufen, Holztreppen haben auch heute noch ihren besonderen Reiz. Edle naturbelassene Hölzer strahlen Wärme und Behaglichkeit aus. Eiche, Buche aber auch Kiefer sind hier die vorrangig eingesetzten Holzarten. Stahltreppen mit Pulverbeschichtung, kombiniert mit Holz- oder Marmorstufen, sind wiederum ein ganz anderer Stil, passen jedoch sehr gut zu rustikalem Ambiente. Das Material steht auch im Zusammenhang mit der Unterkonstruktion. Stahltreppen können zum Beispiel auch mit einer einzelnen Mittelwange als Träger auskommen. Die Form der Treppe, und der Treppentyp sind dabei von geringer Bedeutung. Eine besondere Treppenart stellen Außentreppen dar, die in der Regel aus verzinktem Stahl gefertigt werden.

Ob Holz, Marmor, Stahl oder gar Edelstahl, für jeden Gebäudestil, von rustikal bis modern, lassen sich Treppen aus unterschiedlichen Materialien und Bauformen kombinieren. So wird jede Treppe zum Blickfang und eine Investition für Generationen.

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